Sep 152014
 

in arbeit

 

 

Dieser Artikel ist ein Ergänzungsartikel zu

“Heteronormativität und Patriarchismus: Diener zur Sicherung von Macht”

beleuchtet anhand von einigen Beispielen konkrete Fälle in der Geschichte, warum Patriarchismus Heteronormativität bentötig,
und umgekehrt Heteronomrativität ohne Patriarchismus nicht auuskommt, um Machtsicherung über die Erbfolge auf den 1. Sohn,
wie es in Adelsgeschlechtern üblich war und ist,  sicherzustellen.
In diesen Beispielen ist eine Anfeindung von Homosexualität nicht aus homophoben Reaktionen zu begründen,
sondern die homophobe Haltung im Volk wird zur Diskreditierung benutzt, da die Homosexualität eines Mannes, eines Prätendenten auf ein machtvolle Stellung innerhalb eines Adelsgeschlechtes,  die Gefahr birgt, das das Adelsgeschlecht an Mancht einbüßt, oder ganz untergeht.

Der Artikel zeigt somit auf, das Heteronormativität, außerhalb religiöser Rituale, in der weltlichen Welt, eine Funktion zum Machterhalt hat, und das für weltliche Ziele, Macht zu sichern und auszubauen, die religiöse Attitüde der (Hetero)-Ehe nur benutzt wird, um das wahre Ziel zu verschleiern. Ehen wurden aus strategischen Gründen geschlossen und waren ein wesentlicher Bestandteil der Adelsgeschlechter und deren Machtvernetzung. Wer sich weiterte, wurde in welcher Form auch immer entmachtet, ausgeschlossen, aus dem Weg geräumt.

Somit zeigt der Artikel auf, das “hetero” ein für die Machterhaltung notwendiges Konstrukt ist, entlehnt aus kirchlichen, religiösen Ritualen, zu einer Norm und Gültigkeit hochstilisiert, und alles was nicht hetero ist, somit unmoralisch, pervers und dämoniisert werden muss, letzten Endes mit der Hilfe der Kirche, um das Konstrukt, die  Hetero-Norm und deren Wertikeit, hochzuhalten.

Wenn dies nicht der Fall wäre, hätte sich  hetero gleichwertig zu homosexuell (schwul/lesbisch)  und bi ausserhalb religiöser Kontexte entwickeln müssen, was aber sichtbar nicht der Fall ist.

Deshalb gilt es zu untesscheiden ob jemand wirklich homophob ist und deshalb homophob handelt,
oder ob jemand Homophobie nur vorgibt und benutzt um mit Heteronormativität den Machterhalt über die Erbfolge sicherzustellen und um damit gleichzeitig das Patriarchat zu legitimieren.

1. Gruppe: homophobe Regelwerke um das Patriarchat zu stützen innerhalb Religionen (=keine krankhafte Homophobie)

2. Gruppe: homophobe Legitimation für weltliche Machtinteressen um Heteronormativität + Patriarchat zu stützen,
legitimiert durch die Moral (religiöse Werte)

3. Gruppe: von allen Dingen unabhängig homophob entwickelte Gefühle eines  Einzelnen gegenüber Homosexuellen
Im weiteren Artikel geht es um Beispiele aus der Geschichte, die die Gruppe 2 darstellen, diese Gruppe hat durch homophobe Handlungen, die keine krankhafte Intention haben, ein klares Ziel.
Das Ziel, das Patriarchat und die Heteronormativität zu stützen, die beide zur Machterhaltung über die Erbfolge benötigt werden und daher zusammengehören.
Dabei wird für weltliche Ziele (Macht) aus der Religion das Modul “Hetero-Ehe” und das Modul Homosexuellenfeindlichkeit entnommen und in die weltliche Welt übertragen.
Damit kann dann vor Anhängern dieser Religion immer über Moral argumentiert werden, und somit Einfluss genommen werden, auf den gewünschten Status Quo: Patriarchat und Hetero ist gut. Alles andere ist schlecht.
Beispiele aus der Geschichte zur Einleitung dieses Kapitels und zum Leitartikel:
“”Heteronormativität und Patriarchismus: Diener zur Sicherung von Macht”"

1. Beispiel: Edward II (deutsch: Eduard II)
Er war 1307 bis 1327 König von England und Wales
Bis heute noch bekannt als “Gay King”.

Nun, wie bereits angeführt, war es sehr ungünstig für den Vater einen Sohn zu haben, der erwiesenermassen homosexuell war, die Thronfolge war gefährdet, Eduard I musste also handeln.
Erst einmal schauen wer in Frage kommt, den es geht nicht um die Ehe und um Glück, sondern um Macht. Er suchte sich für ihn 16 jährige Prinzessin Isabell, “Isabell de France” war zu diesem Zeitpunkt die Tochter des amtierenden französischen Königs Phillip IV. Keine schlecht Partie – da Eduard der I eine Allianz mit Frankreich anstrebte, die letzte verbliebene Kolonie, die Gascogne auf framzösischem Festland, wollte auch gesichtert sein. Philip IV war ebenso wie Eduard I in “Heiratsvermittlung” ein Stratege, seine Brüder heirateten Töchter aus dem Adelsgeschlecht Burgunds. Dies hatte er von seinem Vater gelernt, der ihn mit Johanna I. verkuppelte, die zusammen mit ihm am Hof in Paris erzogen wurde. Johanna I befand sich auf der Flucht aus Navarra, eines Königreiches in Spanien, und sie war die einzige die den Thron auf ihrem Vater Heinrich I folgen konnte. Sie wurde aber als Kind dem englischen König Heinrich vo nEngland versprochen, der aber starb. Der anschliessende Aufstand in Navarra, wurde durch den Einmarsch französischer Truppen von Phillip III niedergeschlagen, und somit der Frieden dort wiederhergestellt.  Johanna I, die Frau von Philipp IV, war also ein Ergebnis strategischer Diplomatie. Johanna I wurde mit 13 Jahren französische Königin. Nun zurück zur Tochter Philipp IV, Isabelle de France, hier war es ein klein wenig verzwickter, aber für damalige Verhältnisse eine ganz normale “Abwicklung” von (Hetero)-Ehe-Anbahnungen.
Kein geringerer als der Pabst selbst mischte hier kräftig mit, wobei wir hier also die obengenannte Interessengruppe 1 mit involviert sehen, aber da damals relgiöse und weltliche Macht vermischt waren, kann man das nicht mehr trennen. Papst Bonifatius der VIII verkuppelte den englischen König Eduard I , also den Vater Eduards II, um den es in diesem Artikel in der Hauptsache geht, der über Homosexualität diskreditiert wurde und sogar heute noch wieder, dazu später mehr, mit Marguerite , die Schwester Phillip IV. Ziel war mit diesem Schachzug die Feindseligkeiten zwischender englischen und französichen Krone umd die Gebiete im französischen Gascogne beizulegen und zu schlichten, die von England besetzt waren. Phillips IV Tochter Isabelle, die spätere Gemahlin von Eduard II, wurde von Bonifatius VIII und Unterstützung von Phillip IV im Alter von 2 Jahren den Thronfolger Eduards I, Eduard II versprochen, die Heirat sollte stattfinden, sobald sie 12 Jahre alt war. Randbemerkung: Isabelle`s  Mutter Johanna I wurde ja auch schon mit 11 Jahren mit Phillip IV verheiratet, von Phillip III seinem Vater eingefädelt, wir erinnern uns, die Mitgift für das Königreich Navarra. Nun zurück zur eingefäldelten Doppelhochzeit und um die Regelung der Provinz Gascogne: Es wurde über diese Verhältnisse und über die “Mitgiften” ein Vertrag aufgesetzt: der Vertrag von Montreuil – dieser Vertrag regelte die “Konsequenzen” aus beiden Ehebündnnissen: Wenn man so will eine Art Firmenfusionsvertrag und die Regelung der Synergie-Effekte.Randbemerkung: Man stelle sich Phillpp III oder Phillip IV nur vor, eine “Homo-Ehe” in seinem Königreich zu legitimieren, oder durch den Pabst selbst – der ja wie man hier sehen kann, genauso am Monopoly der Königreiche mitwirkte, und im Prinzip mit religiösen Ritual-Modulen, wie das Ehe-Ritual ein Teil der Religion darstellt,  bis zur Entmachtung der  Kirche mit der Säkularisation in der Kirche üblich, in weltlichen Hemisphären damit Macht legitimierte. 2 Wichtige Säulen dieser Machtlegitimitation ist das Patriarchat und die Heteronormativität. Beides wichtig für die Steuerung der Macht, über die Erbfolge. Das Eduard II homosexuell war, und das dies auch bekannt wurde, diese Tatsache wurde zur Steuerung nun eingesetzt: 1. Prämisse: die Heteronormativität wird benötigt um durch Hetero-Ehen die Geburten zu sichern und die Machtverantwortung der Kinder gegenüber den Eltern maximal sicherzustellen. Diese 1. Prämisse war hier nicht in Gefahr, denn Eduard III, der Thronfolger war schon geboren. Eduard I legte seinem Sohn Eduard II nahe, als er die Heirat mit Isabelle I einfädelte, das er sich verpflichten würde für Nachwuchs zu sorgen, was er auch tat. Isabell bekam 4 Kinder, 2 Söhne und 2 Töchter, die Thronfolge also sichergestellt. 1 Sohn war der spätere König Eduard III. Nein, die Thronfolge war es nun nicht mehr direkt, die durch seine Homosexualität in Gefahr war, und dies war nicht mehr der direkte Grund, warum man ihn über diesen Sachverhalt diskreditierte. Der Grund waren hier: 1. Heteronormativität darf nicht befleckt werden, durch ein König der ein “schlechtes Vorbild” gab. Man brauchte diese Hetero-Norm ja noch. Es war ja immmer wieder nötig, Macht sicherzustellen. Man sah dies gut an Eduard II selbst, und an dessen Geschwister: Die Mutter von Eduard II, Eleonore von Kastilien hat mit 16 Jahren ihre erste Totgeburt gehabt, und Eduard II war ihr 15. ! und letztes Kind, als sie 43 Jahre alt war. Die Brüder starben alle sehr früh, Alphonose,der am längsten lebte wurde gerade 10 Jahre alt, und war zu diesem Zeitpunkt Earl of Chester. Auch viele der Töchter starben früh, und die die überlebten, konnten den Thron nicht erben, und dann bestand die Gefahr, das durch Heirat die Macht verloren ging. Gut zu sehen am Beispiel der Töchter hier, und das galt generell für adelige Frauen: sie konnten ihren Stand nur durch Heirat sichern, oder sie wurden Nonne. 5 der Töcher überlebten ihre Kindheit und 4 heirateten einen Adeligen und eine wurde eine Nonne.  Eduard II war sozusagen durch sich selbst, als einziger Thronfolger ein Sinnbild für die Tatsache, das Machterhalt, in einem Patriarchat, wenn Macht eben nur durch den Sohn vererbt werden soll, eine “Hetero-Norm” benötigt. Alles wa diese Heter-Norm in Frage stellt, darf nicht sein, und ein König, auch wenn er einen Thronfolger hat, darf nicht homosexuell sein, das darf nicht gutgeheissen werden. Das musste bekämpft werden. Und wenn man das Opfer noch aus anderen politischen Gründen los haben wollte, war das Volk sowieso auf der Seite der “Hetero-Norm”, da ja Homosexualität eine Sünde war, und man konnte wieder mit der Religion argumentieren.
Interessant ist hier, das wenn man Dinge tut, die andere nicht “gutheissen”, die anderen automatisch berechtigt sind, Dinge tun zu dürfen, die nicht gut sind, ohne dafür belangt zu werden.
Der Vorwurf, das Eduard II homosexuell war, schaffte Freiraum für Dinge, die sonst gar nicht möglich gewesen wären. Isabelle I, nahm sich einen Liebhaber, Roger Mortimer, begann auf seine Mädresse, Queen Isabella I Einfluss zu nehmen. Dies wurde toleriert, den Einfluss den Piers Gavestone auf Eduard II hatte, wurde nicht toleriert. Gaavestone, war ein enger Freund, und alles was über normale Männer Freundschaft hinausging, wurde als homosexuell gesehen. Es ist klar, das hier ein Machtverlust stattfand, der “unkontrolliert” war. Gavestone war einer der 10

http://www.welt.de/kultur/history/article1320282/Eduard-II-Grausamer-Tod-eines-schwulen-Koenigs.html

huffington Post: “the myth about the way of death is anti-Edward propaganda playing on his sexuality

http://www.huffingtonpost.co.uk/gareth-johnson/englands-gay-king_b_2989141.html

 

the ruth – eduard II blog

http://edwardthesecond.blogspot.de/2006/11/execution-of-roger-mortimer.html

 

 

 

 

 

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