Sep 172014
 

Vorwort:
Jeder, der sich weigert, sich von der genitalistischen Betrachtungsweise  zu lösen, wenn es um Menschen geht, die sich selbstbestimmt und unabhängig, abseits ihrer Genitalien einem (Identitäts)Geschlecht zuordnen,
muss sich darüber im Klaren sein, das er diesen Menschen, ihre Identität abspricht,
und ihnen gleichzeitig keine Erklärung an die Hand gibt, mit ihrer Disharmonie zurechtzukommen.
Für viele ist dieser pragmatische Pseudo-Realismus das Todesurteil.
Eine andere Verständniswelt und Erklärungswelt, muss und kann nicht für alle Menschen “verständlich” sein.
Sie wird dann “verständlich” und “richtig”, wenn ein Mensch es durch diese Bewältigungsstrategie schafft,
sich selbst zu erklären, sich gegenüber anderen zu erklären, und somit zu überleben.
Damit wird dieses Erklärungsmodell “wahr”. Weil es möglich ist “wahrzunehmen”, zu “sehen” was ist.
Ansonsten, wenn wir “nicht sehen” und nicht “wahrnehmen”, müssen wir das sehen, was aus dieser Nichtwahrnehmung folgen kann: unendliches Leid.
Deshalb gilt es, Dingen Platz zu geben, die mit genitalistischen Erklärungsmodellen nicht mehr erklärt werden können.
Ausserdem sehen wir an diesem Erklärungsmodell, das das genitalistische Erklärungsmodell völlig unzureichend ist, und in sich Fehler aufweist. Die Fehler werden bei der Zuordnung der sexuellen Präferezen dann auch sichtbar, indem wir eine (Identitäts)Frau, die noch keine gaOP gemacht hat, als schwul bezeichnen, wenn sie einen Mann heiratet (Homo-Ehe), und wenn sie die gaOP hat, als Hetero. (Hetero-Ehe). Das mittlerweile der Gesetzgeber diesem Denkmodell bereits nicht mehr folgt, nützt im Verstehen des Sachverhaltes nichts (PÄ-Novelle 2011), wenn wir diesem kein Erklärungsmodell nachliefern.

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Vorzusammenfassung:

Es gibt für die Betrachtung der Identitätsgeschlechter einen wesentlichen Punkt:

Das Identitätsgeschlecht besteht aus 2 Anteilen (Yin, Yang)
Diese beiden Anteile sind auch pränatal, durch die verschieden ausgprägten Gehirnaspekte nachweisbar.
Jeder Gehirnaspekt wird mehr weiblich, oder mehr männlich geprägt. Auch die Aspekte sind nicht binär,
sondern haben eine zufällige Gewichtung. Diese Gewichtung entsteht durch den Hormonstatus, den die Mutte
in dem Zeitraum hat, in dem der Aspekt ausgebildet wird.

Z.B. Aspekt: räumliches Denken: 70% männlich (viele Testosterone der Mutter zu diesem Zeitpunkt), 30% weiblich.
Wenn das Kind eine Frau wird, haben wir eine Frau mit einem guten räumlichen Denkvermögen.
Da es sehr viele Gehirnaspekte gibt, die zeitlich nacheinander gerpägt werden, haben wir eine Roulette-Spiel,
welche Mischung hier für alle Aspekte entsteht.
Insgesamt, kann man aus allen weiblichen Anteilen, subsumiert gesehen, und allen männlichen Anteilen,  2 Anteile betrachten: den weiblichen, und den männlichen (Yin, Yang).

Diese beiden Anteile werden durch die chinesischen Begriffe Yin Yang im Artikel beschrieben.
Es sind aber nicht nur symbolhafte Anteile gemeint, wie die Begriffe Yin Yang aus dem Daoismus,
sondern der Artikel meint bereits durch die Hirnforschung nachgewiesene Einflüsse der Hormone der Mutter,
die auf die Gehirnaspekte während der Schwangerschaft wirken und die Aspekte eher männlich oder eher weiblich prägen
Der Artikel verwendet Yin und Yang nur für die bessere Lesbarkeit als Ersatz für diesen Sachverhalt.

Diese Betrachtung ist unabhängig zu einer Diskrepanz mit den Genitalien. sie ist immer gültig.
Nur wenn der grössere Anteil, der stärker gewichtete Anteil, nicht mit den Genitalien übereinstimmt, erleben wir eine Disharmonie des Gehirns mit dem Körper. Diese Disharmonie wird zur Zeit offiziell nicht über das Gehirngeschlecht erkärt und somit komplett missverstanden.
Alle daraus folgenden Facetten, wie sich Menschen bezüglich ihrer Identität verhalten, können über das folgende Erklärungsmodell logisch dargestellt werden, und Identitäten finden Berücksichtigung und werden nicht fremdbestimmt. Das genitalistische Modell hält für viele Facetten keine Erklärung bereit, sondern stuft dann nur noch als pervers, abnormal und krank ein. Eine Kapitulation für jedes Erklärungsmodell. Allein schon deshalb ist es unglaubwürdig. Aber es kommt gar nicht auf glaubwürdig an, sondern auf das Ergebnis, das ein Erkärungsmodell liefert: Es soll Menschen in ihrer Identität bestätigen und nicht in Frage stellen. Und es soll Menschen Dinge an die Hand geben, sich anderen Menschen erklären zu können, um zu vermeiden, das sie verbal unsichtbar gemacht werden.

Der grössere Anteil von Yin und Yang ist dasjenige Geschlecht, das wir als unser (Identitäts)Geschlecht empfinden.
Der kleinere Anteil wird durch unsere kognitive Identiätsprägung meist vedrängt und unterdrückt.
Die dualgeschlechtliche genitalistische (=nicht auf das Gehirn ausgerichtete) Erziehung verdrängt diesen kleineren aber wichtigen Anteil auch bewusst, durch stereotype Rollenzuweisungen.

 

 

Der kognitiv geprägte Gehirnaspekt und das pränatale Gehirngeschlecht, bestehend aus einem grösseren und kleineren Anteil, sind die zentralen Elemente, die es zu verstehen gilt. (3-Elemente-System)

 

 

Der kognitive Anteil unseres “Identitätserlebens” ist dafür verantwortlich, das wir unsere Identität auch dualgeschlechtlich erklären, wenn wir danach gefragt werden: Wir sagen:  Wir sind eine Frau. Wir sind ein Mann.
Obwohl das Gehirn hier in beiden Geschlechtsfeldern Aspekte hat.
Diese Selbsterklärung ist kein Fehler, aber um die Sachverhalte komplett beleuchten zu können,
müssen beide Anteile des Identitätsgeschlechtes in der Analyse betrachtet werden.
Diese Betrachtung erklärt auch, warum die genitalistische, eindimensionale Erklärung nicht ausreicht;
es zu Falschzuweisungen kommt, und auch warum sexuelle Präferenzen falsch zugeordnet werden:
Auch erklärt es, die Vielfalt der Art der Harmonisierung (=Kompensation), die Vielfalt, wie Menschen auf die Tatsache, das ihr Identitätsgeschlecht, nicht mit ihren Genitalien übereinstimmend ist, reagieren.
Dabei entstehen 4 Schnittstellen, diese 4 Schnittstellen, finden wir auch bei den Menschen,
die mit ihren Genitalien in Harmonie sind. Durch Sichtbarmachung der Schnittstellen lassen sich dann Dinge erklären,
die wir unter TV, DWT, CD usw, als Symptome wahrnehmen, und wenn wir diese mit genitalistischen Denkmodellen hinterfragen, nur unzureichende Antworten geben können.

 

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Genitalistisch (=das Gehirn nicht berücksichtigend) betrachtet, sprechen wir, wenn wir von sexuellen Präferenzen sprechen:
Von gleichgeschlechtlichen, zweigeschlechtlichen, und gegengeschlechtlichen Präferenzen, nichts anders drückt homosexuell, bisexuell und heterosexuell aus.

Diese Betrachtung ist aber eindimensional, bezieht sich nur auf ein Geschlecht, dem Genitalgeschlecht, es ist genitalistisch und berücksichtigt keine Gehirngeschlechter, da Gehirngeschlechter beide Geschlechter enthalten (YIN, YANG).

Die Betrachtungsweise vom Genitalgeschlecht ausgehend, muss aufgegeben werden, wenn wir über Identitäten sprechen.
Denn sonst wäre eine falsch zugewiesene Frau vor ihrer gaOP schwul, wenn sie sagt sie fühlt sich von Männern angezogen, und nach ihrer gaOP wäre sie in diesem Fall hetero. Sexuelle Präferenzen müssen immer, wenn wir über Identitäten sprechen, vom Gehirngeschlecht aus gesehen werden.
Da ein Gehirngeschlecht immer aus 2 Teilen besteht, YIN und YANG, wird diese Betrachtung, wenn es um sexuelle Präferenzen geht zweidimensional.

Differenzierung zur Zweidimensionalität:
Das empfundene Identitätsgeschlecht, als was wir uns bewußt beschreiben, ist trotz Yin und Yang-Anteile immer eindimensional, dem Denken an ein Genitalgeschlecht folgend. Dies begründet sich aus der kognitiven Prägung, die über dem YIN und YANG, dem zweigeschlechtlichen Gehirn, erfolgt.
Wir denken und erleben uns also immer eindimensional, müssen aber für eine Analyse immer 2 Geschlechterteile berücksichtigen.
Das Leid, das Menschen erfahren ist zum Teil, aus dieser kognitiven Prägung begründet. “Nur” zum Teil und nicht gänzlich deshalb, weil es auch sein kann, das ein Yin oder Yang Anteil so klein sein kann, das ein eindimensionales Denken dem Gehirngeschlecht fast schon entspricht, da nur ein YIN oder YANG Anteil relevant wird. Dieser Extremfall ist die Ausnahme, muss aber berücksichtigt werden, um zu zeigen, das dieses Erklärungsmodell, dadurch nicht nur plausibel bleibt, sondern sogar bestätigt wird.
Ich möchte den Leser hier bitten, erst weiterzulesen, wenn er den letzten Absatz verinnerlicht hat, er ist wesentlich für alle weiterführenden Betrachtungen.
Vielleicht ist eine kleine Pause an dieser Stelle ratsam, un ein wenig nachdenken. Ein Versuch, diesen Gedanken für sich zu folgen, und mit seinen eigenen Erfahrungen abzugleichen.

 

 

Um die Wichtigkeit dieses Punktes nochmal herauszustellen, eine kurzes Resümee, vielleicht nachdem Du eine kurze Pause eingelegt hast:
Unsere empfundene Identität, die Identität die wir selbst und von außen, der Gesellschaft über Fremdwahrnehmung bestätigt wissen möchten, ist eindimensional.
Es ist das “erklärte Geschlecht”, wenn ich von mir sage: “Ich bin eine Frau”.
Auch wenn uns bewusst ist,  dass wir von unserem Gehirngeschlecht sprechen, das mit dem Bewusstsein sagen, mit unpassenden Genitalien geboren worden zu sein, daher uns bewusst ist, das wir falsch zugewiesen wurden und der Ausdruck “Frau” sich auf das Gehirngeschlecht bezieht, und wir auch wissen, das dieses wiederum aus Yin und Yang zusammengesetzt ist, sprechen wir, wenn wir uns erklären und empfinden, von einem (einzigen) Geschlecht:
Einem (einzigen) “Identitätsgeschlecht.”
Dies rührt von der kognitiven Seite unseres Gehirns her, da wir uns mit der Sprache der Verständniswelt der genitalistischen Definition von Frau und Mann erklären und verstehen. Eine Welt von (zweigeschlechtlichen) Identiätsgeschlechtern gemäss Yin und Yang und Identitätsgehirnen ist uns fremd.

 

 

Was der kognitive Anteil des Gehirns in diesem Zusammenhang für eine Bedeutung hat, könen wir daran sehen, wenn wir einen Fall konstuieren, um diesen kognitiven Anteil zu neutralisieren.
Z.B.: Wenn wir in unserem Leben nie Frauen und Männer unterschieden hätten und unser Umgebung in der wir Leben,  diese nie unterscheiden würde. Wenn unsere Wahrnehmungs-Welt anstatt Frauen und Männer, 2 verschiedene Zwitterwesen definieren würde, die 2 verschiedene Funktionen erfüllen können, aber alle beide würden Zwitter genannt werden und für uns beides Zwitter sein. Dann könnten wir, vom kognitiven Gehirn aus, uns auch als Zwitter bestätigt fühlen und in Harmonie bringen. Die Prägung von Mann und Frau ist aber auf der kognitiven Seite so stark, das wir uns für den stärkeren Anteil entscheiden, entweder YIN oder YANG, und diesen zu unserem (alleinigen) (Identitäts)Geschlecht zuordnen, wir erleben uns über den stärkeren Anteil der beiden Anteile: Yin oder Yang. Der stärkere der beiden Anteile, aus denen jedes Gehirn besteht, “überschreibt”, den falschen (erstzugewiesenen) Eintrag im Datenfeld “Genitalgeschlecht” . Dort stand zuerst “Mann”. Wir sagen dann von uns: “Ich bin ein Frau”.
Der 2. Anteil, das schwächere YIN oder YANG gehört aber zum (Identitäts)Geschlecht dazu, obwohl es oft nicht bewusst wahrgenommen wird, und auch durch die Erziehung und stereotype Rollenzuweisungen verdrängt wurde, und auch vedrängt werden sollte, um der heteronormativen Gesellschaft gerecht zu werden.
Und nein, ich vermische hier keine Identitäten mit sexuellen Präferenzen am Schluss meines Absatzes, da das Ausleben beider Identitäten des Gehirngeschlechts, für eine eindimensionale genitalistische Verständniswelt den Anschein hat, die heteronormative Welt zu verlassen.
Beispiel: Die falsch zugewiesene Frau, erscheint vor der OP für den genitalistischen Betrachter, wenn sie mit einem Mann Sex hat als  homosexuell.
Deshalb kollidiert die Sprache der sexuellen Präferenzen, die sich auf Genitalgeschlechter bezieht, mit der Verständniswelt von Identitätsgeschlechtern. Beispiel: “Transen sind  schwul”.

Dieser 2. untergeordnete, unbewusste, nicht wahrgenommene, oft verdrängte Identitätsanteil des Identitätsgeschlechts ist wesentlich für viele Phänomene, die wir damit erklären können.

In diesem Artikel geht es unter Berücksichtigung dieses 2. Anteiles nun darum, die Sichtweise zu erklären, die sich dann für sexuelle Präferenzen ergeben muss, und erklärt auch dadurch gleichzeitig, welche Rolle dieser Anteil bei der Harmonisierung eines unpassenden Körpers spielt.

Wenn wir also die Gehirngeschlechtlichkeit mit einbeziehen, was wir zweifelsfrei müssen, die immer zweigeschlechtlich ist (YIN <> YANG), auch wenn sie verschiedene Gewichtungen haben können, sind sie doch immer beide vorhanden, haben wir, wenn wir das erste genitalistische Modell übertragen, dass von einem (einzigen) Genitalgeschlecht ausging, praktisch 2 Menschen zu berücksichtigen.

Da aus dieser Denkmodell-Überlegung der Mensch somit einmal eine Frau und einmal ein Mann ist, in verschiedener Gewichtung in Bezug auf die gesamte Identität, haben wir als Ergebnis immer bi, egal welche Präferenz wir wir als Variable einsetzen.

YIN bzw. YANG Anteile der Gehirngeschlechter werden z.B. “sichtbar”, wenn wir Frauen sehen, die sich männlich geben, “männliche Frauen” – oder Männer die sich “weiblich geben”, “weibliche Männer”. Damit wird dem schwächeren Anteil von YIN und YANG Rechnung getragen. Diese Menschen kokettieren mit ihrem schwachen YIN bzw. YANG Anteil mit dem anderen Geschlecht und leben somit diesen schwachen Anteil aus, sind aber mit ihrem grösseren YIN oder YANG Anteil in Harmonie – ihr grösserer Anteil, ihre Identität stimmt mit dem Körper überein.
Männliche Frauen würden sich also, wenn man sie fragen würde, als Frauen erkären, weibliche Männer als Männer.
Der schwächere gegensätzliche Anteil ist zu klein, um eine Disharmonie mit dem Körper zu erzeugen. Ist dieser aber grösser, so gross, das er den anderen übertrumpft, kippt die Identität auf die andere Seite, unabhängig wie der Körper geboren wurde. Unabhängig von Genitalien. Der Mensch sagt von sich: Ich bin eine Frau. Ich bin ein Mann. Die kognitive Gehirnprägung kennt nur Mann und Frau, deshalb definiert sich ein Mensch auch bei einer theoretischen 50:50 Verteilung der beiden Anteile für ein Geschlecht. Erklärt sich als Mann oder Frau.

Das Menschen, die wir als männliche Frauen, oder weibliche Männer bezeichnen würden,  diesen kleinen 2. Anteil auch nach “außen” sichtbar machen wollen, liegt daran, dass dieser 2. schwächere Anteil  ihnen auch wichtig ist, nicht nur  allein ihr Genital, das in diesem Fall den 2. schwächeren YIN oder YANG Anteil nicht zeigen würde.
Menschen die sich bewusst sterotypen Rollenverhaltens entledigen, sind Menschen, die ihre beiden Anteile in Harmonie bringen, die sich gegen die Möglichkeit der Assoziationszuweisung, der Fremdzuweisung auch über das Genital hinwegsetzen, zum Beispiel mit Kleidung, die mit dem gegensetzlichen Geschlecht assoziiert wird, und damit ihrem Gehirngeschlecht, ihrem Identitätsgeschlecht folgen, das auch einen kleineren Anteil des gegensätzlichen Geschlechtes berücksichtigt sehen möchte.

Bei der Bewusstmachung, bei der Realisierung, dass das Gehirngeschlecht vom Genital abweicht, und zwar so stark, das das Genital schon als unpassend empfunden wird, sprechen wir von einem Identitätsgeschlecht, abweichend von einem Genitalgeschlecht, und nennen diese Menschen zur Unterscheidung von der genitalistischen Bezeichnung Mann und Frau, Identitätsfrauen und Identitätsmänner.

 

 

Wenn nun aber der kleinere Teil, der weibliche, oder der männliche des Identitätsgeschlechtes, des Gehirns, verdrängt wird, kommt es nicht immer zur Disharmonie. Nur wenn diese Verdrängung in Konfrontation mit der Gesellschaft, oder mit uns selbst gerät.

Mit der Gesellschaft

 

Besonders wird diese Disharmonie dann spürbar, wenn das erklärte Identitätsgeschlecht, das wir angeben, wenn wir gefragt werden, also in der Gewichtung das stärker vorhandene YIN oder YANG, nicht mit den Genitalien übereinstimmt.

Eine Nichtübereinstimmung mit den Genitalien und dem erklärtem Identitätsgeschlecht,
früher als “transsexuell” bezeichent, führt dann zusätzlich zu massiven Problemen,
wenn YIN und YANG nicht harmonisiert werden können.
Denn umso grösser der kleinere Teil ist, desto mehr haben wir die Chance durch Harmonisierung unserer körperlichen Diskrepanz entgegenzusteuern. Harmonisierung heisst in der 1. Stufe die Verdrängung aufzubrechen, und in der 2. Stufe dem Bewusstmachen dieses Anteiles, um so dem seelischen Schmerz des unpassenden Körpers zu lindern.

Wenn die Genitalien mit dem erklärten Identitätsgeschlecht (dem grösseren YIN oder YANG) übereinstimmen, und eine Verdrängung des YIN oder YANG stattfindet, wird dies in den meisten Fällen nicht als Defizit erlebt, da die Erziehung an der Verdrängung durch Rollenzuweisung und stereotype Verhaltensschemata mitwirkt:
Der Mensch fühlt sich also, besonders in Kulturen, die durch Heteronormativität und patriarche Regelwerke (Religionen) geprägt wurden, als “normal”.
Dies wird gefestigt, da alles was “nicht normal” ist, mit Inakzeptanz gestraft wird.

Somit erleben die meisten Menschen, deren Genitalien mit ihrer Hauptidentität, ihrem erklärtem Identitätsgeschlecht übereinstimmt, nicht ihren 2. kleineren Anteil ihrer Identität, die sehr schwach sein kann, aber wertvoll ist,
um sich selbst in Gänze zu bejahen, verstehen und auch zu lieben.

Für die sexuellen Präferenzen, bedeutet das unter dieser Betrahtung:

Ein Mensch, dessen Identitätsgeschlecht gleichgeschlechtlich ausgerichtet ist, und dessen Genitalien mit seinem Identitätsgeschlecht übereinstimmen, wird als lesbisch oder schwul bezeichnet.

Wichtig: Das Genital sorgt nicht für hetero, bi, oder homosexuell, sondern es ist das Gehirngeschlecht, das Identitätsgeschlecht.

Der Betrachtungsfehler fällt aber hier nicht auf, da das Identitätsgeschlecht mit den Genitalien übereinstimmt.

Der Betrachtungsfehler fällt erst auf, wenn das Identitätsgeschlecht mit den Genitalien nicht übereinstimmt,
und eine Indentitätsfrau, oder falsch zugewiesene Frau, vor der OP, wenn sie mit einem Mann Sex hat, als schwul bezeichnet wird. Das Genitalistische Erklärungsmodell liefert erst hetero als Ergebnis für diesen Fall zurück wenn sie die gaOP hat.
Wir sehen hier also eine fatale Falschzuweisung, wenn wir die sexuelle Präferenz, nicht auf das Gehirngeschlecht beziehen.

In der genitalen Erklärungswelt, die keine Gehirne berücksichtigt,
erfährt eine falsch zugewiesene Frau vor einer gaOP also eine doppelte Diskriminierung:
Ihre Identität wird nicht berücksichtigt, und da diese nicht berücksichtigt wird, fällt sie aus der Heteronormativität.

Auch ein Mensch, dessen Yin und Yang-Anteile von der Gewichtung mittiger angelegt sind, der mit seinen Genitalien in Harmonie ist, der sich zu beiden Geschlechtern hingezogen fühlt, somit und als Bi bezeichnet wird,
veranschaulicht die Plausibilität des 2 teiligen Gehirngeschlechts.
Diese Menschen sind mit sich in Harmonie und verdrängen ihren 2. Anteil nicht, leben diesen aus.
Sie befinden sich aber trotzdem an der Akzeptanzgrenze für das genitalistische Erklärungsmodell, weil Bi für dieses Modell in 2 Werte zerlegt wird: 1 mal hetero = alles ok – und  1 mal schwul oder lesbisch, je nachdem. Der 1. Teil wird akzeptiert,
besonders wenn dieser Mensch eine (Hetero)-Ehe führt. Der 2. Teil erfährt Inakzeptanz.
Bei Bi-Menschen sieht man deutlich, das die Bewertung dieser Menschen, aus genitalistischen, heteronormativen Prämissen heraus nicht mehr funktioniert, und auch das genitalistische Denkweisen hier keine Erklärungen mehr liefern, warum dieser Mensch bi ist. Dieser Mensch wäre also Heteroschwul, oder Heterolesbisch. Bei der Bi-Betrachtung wird das heteronormative Bild gesprengt und dessen Unlogik offenbart. Hetero ist ein Konstrukt. Ein Artefakt. Nicht Existent. Denn in Bezug auf Identitätsgeschlechter haben wir immer Bi, sobald wir den 2. kleineren Geschlechtsanteil, das Yin oder Yang mit berücksichtigen. Bi-Menschen sind somit Menschen, die es geschafft haben, ihren Anteil zu integrieren, sich mit beiden Teilen zu harmonisieren. Solange der Körper mit dem grösseren Yin oder Yang übereinstimmt, auch noch eine überschaubare Aufgabe, von der heteronormativen Gesellschaft und deren Abwehrreaktion einmal abgesehen.

Die Verdrängung des kleineren Identitätsanteiles, des Yin oder Yang, wird also in der “normalen” Gesellschaft durch Erziehung gefördert und somit die “Norm” geschaffen. Die Erwartungsnorm was “normal ist: Heteronormativität.
“Schwulen” und “Lesben”, also Identitätsgeschlechter, die mit ihren eigenen Genitalien noch in Harmonie sind, wurden durch ihr Verhalten sichtbar.
Sie haben sich ihren Platz bis zum heutigen Zeitpunkt erkämpfen müssen, weil dieses Verhalten “abnormal” ist, und für heteronormative Denkweisen keinen “Sinn” ergibt. Keine Kinder erzeugt werden können.
Aber es ist ganz einfach: Diese Menschen folgen ihrem Gehirngeschlecht, und alle Schwulen und Lesben sind ein Beweis,
das das Gehirngeschlecht nicht den Genitalien folgt, sondern dem Gehirn.
Das die Sexualität im Gehirn verankert ist, dem grössten Sexualorgan des Menschen.
Das Nichtverstehen, von Schwulen und Lesben, durch Nichtbeachtung des Gehirngeschlechtes, führt bis heute zu massiven Problemen und immer noch zur Ausgrenzung.
Und ja – ob ein “Schwuler” oder eine “Lesbe” nun von ihrem Gehirngeschlecht aus hetero ist oder homosexuell, ist einfach zu beantworten: sie sind bi. Da ihre Yin und Yang Anteile nichts anderes zulassen, wenn beide berücksichtigt werden.
Und bei ihnen ist der kleinere Teil (YIN oder YANG) stark ausgeprägt, aber nicht so stark, das sie ihre erklärte Geschlechtsidentität nicht beibehalten.

Wenn der Anteil der nicht den Genitalien entspricht der grössere ist, und zum gefühlten Identiätsgeschlecht wird, bedeutet das, das der Körper eine Disharmoniezone bildet, wir haben dann eine Identitätsfrau, einen Identitätsmann.
Die alte Bezeichnung hierfür war “Transsexualität”. Das Geschlecht dieser Menschen ist unsichtbar.
Eine Welt die nur in Genitalien denkt, kann diese Menschen erst verstehen, wenn sie den Fokus auf das Gehirn legt.
Sobald dies geschieht, werden auch andere Dinge erklärbar: Die Welt der Lesben, Schwulen, TV; DWT, CD, usw..

“Bisexuelle”, “Lesben” und “Schwule”, Menschen die mit ihrem Körper in Harmonie sind,  haben also in erster Linie Probleme mit der Gesellschaft, nicht mit ihrem eigenen Körper. Mit der Gesellschaft deshalb, weil die Gesellschaft in Genitalien denkt, und nicht in Gehirngeschlechter, die ein Yin und Yang enthalten.
Und unter der Betrachtung von Yin und Yang sind auch die Gruppe der “Lesben” und “Schwulen” bi. Sie werden nur
durch die genitalistische Denkweise so genannt.

“Bisexuelle”, “Lesben” und “Schwule”, Menschen die mit ihrem Körper nicht in Harmonie sind,  haben Probleme mit der Gesellschaft, und ihrem eigenen Körper. Mit der Gesellschaft deshalb, weil die Gesellschaft in Genitalien denkt, und nicht in Gehirngeschlechter, die ein Yin und Yang enthalten. Und mit ihrem Körper, weil ihr Gehirn einen Yin oder Yang Anteil hat, der ihre Identität bestimmt, und der nicht ihren Genitalien entspricht. Auch hier sind alle bi, erscheinen nur durch die Nichtbetrachtung von Yin und Yang schwul, lesbisch oder hetero.
Beide Gruppen, Menschen, die ihre Genitalien für sich akzeptieren, und diejenigen, die sie für sich unpassend befinden, haben 4 Schnittstellen.
Wenn wir beide Gruppen unter diesen Prämissen betrachten, verstehen wir beide Welten bedeutend besser,
und uns erscheint die Tatsache, das es falsch zugewiesene Menschen gibt, nicht mehr als fremd und unlogisch.

Es ist uns nur fremd, da sich alles in einem für uns schwer wahrnehmbaren Bereich abspielt,
und wir uns damit behelfen müssen, diese Dinge aus den Dingen zu erklären, die passieren, aufgrund dieser für uns nicht sichtbaren Sachverhalte. Wir sehen die sich biegenden Zweige, ,und müssen auf den für uns unsichtbaren Wind kommen.
Dies ist aber nicht unlösbar und wenn ein Erklärungsmodell entsteht was uns in Harmonie bringt.

 

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Beide Gruppen, die

 

Diese Menschen haben 2 Schnittstellen: Ihr YIN-Anteil

Ein Identitätsgeschlecht hat also immer 2 Schnittstellen. (YIN, YANG)

Die genitale Geschlechtswelt kennt nur Eine.  (Entweder Mann oder Frau)
Wenn wir jetzt den Fall haben, das ein Identitätsgeschlecht auf ein unpassendes Genital trifft, kommt als Störfaktor noch der eigene Körper hinzu, zusätzlich zur Gesellschaft.

Wir haben dann 4 Schnittstellen, wenn der Körper nicht übereinstimmt,

gegenüber 2 Schnittstellen, bei Betrachtung eines Identiätsgeschlechtes alleine.

Warum entstehen nun 4 Schnittstellen ?

Dem Identitätsgeschlecht mit passenden Genitalien  genügt es, mit seinem YIN Anteil und mit seinem YANG Anteil mit der Gesellschaft zu kommunizieren.
(Beispiel: eine Frau, die sich männlich gibt, kommuniziert in diesem Moment mit ihrem YANG Anteil)

Ein Körper der mit den für das Identiätsgeschlecht unpassenden Genitalien geboren wurde, muss mit dem Gehirngeschlecht kommunizieren.

Am besten kann man sich dies vorstellen, wenn man den Körper als eine Zweite  Gesellschaft betrachtet, neben der eigentlichen, mit dem der Mensch kommuniziert.

Das Gehirngeschlecht, die Identität – bestehend aus 2 Bereichen mit verschiedener Gewichtung YIN und YANG, muss nun zusätzlich mit einer Gesellschaft kommunizieren, die dem Gehirn nicht folgt, es nicht versteht.: Dem eigenen Körper.

Die Frau, die sich männlich gibt, und somit ihren YANG Anteil in der Gesellschaft zeigt und diesen auslebt, hat sich mit der Gesellschaft in diesem Fal harmonisiert. Ihre Genitalien sind passend für sie. aber sie “gleicht” ihr Verhalten mit der Gesellschaft ab, um ihren YANG-Anteil Rechnung zu tragen.
Ziel erreicht: Wir haben einen Tomboy, oder einen weiblichen Mann, der weit weg von dem ist, was wir unter Identitätsfrau früher: (Transsexuellen) verstehen.

Diese Harmonisierung (Kompensation) beider Anteile muss nun auch mit der 2. Gesellschaft erfolgen. Beide Gehirnaspekte, männlich wie weiblich, die als ein Identitätsgeschlecht empfunden werden,  müssen sich mit dem Körper “abgleichen”.
Dies gelingt immer dann am besten, wenn keine Verdrängungsmechanismen dazugeschaltet sind.
Ohne grosse Verdrängung, kann hier sehr gut harmonisiert werden, meist genügt sogar eine mentale Harmonisierung.
Oft muss zusätzlich der Körper auch durch äussere Veränderungen angeglichen werden, um die Harmoniserung zu realisieren.
Je nachdem, wie die Gewichtung von YIN und YANG ist, wird die Harmonisierung realisiert werden.
Wenn ich beide Anteile bejahe, hab ich es leichter mit einem “unpassenden” Körper zurechtzukommen, als wenn ich einen Teil komplett verneine durch Verdrängung.
Es kann aber auch ein Problem sein, das die Gewichtung von YIN und YANG extrem einseitig ist, dann ist nicht allein eine Verdrängung de einen Teiles die Ursache für eine fast nicht mehr zu schaffende Kompensation.
Eine Identiätsfrau, die sehr hohe “Ansprüche” an ihren Körper stellt, verdrängt entweder stark ihren YANG Anteil, oder hat einen sehr geringen YANG Anteil, oder beides.

Das bejahen, des kleineren Anteiles, YIN oder YANG, vom eigentlichen empfunden (Haupt)Identitätsgeschlecht ausgehend, ist entweder die Liebe zu diesem (auto-heterosexuell), vom grösseren Identitätsanteil ausgehend, oder homosexuell (auto-homosexuell) vom kleineren Identitäsanteil ausgehend, oder beide bejahen diesen Anteil (auto-bisexuell)

Die Harmoniserung der beiden Identitäten YIN und  YANG, von der eine als Identitätgeschlecht empfunden wird, über eine sexuelle Präferenz zu seinem Körper (der 2. Gesellschaft) darzustellen, macht die Harmonisierung mit sich selbst verständlicher und erklärbar.

Wenn wir also das Modell der sexuellen Präferenzen erweitern, das von einer genitalistsichen Erklärung kommt, haben wir 2 mal bisexuell:
Einmal das YIN und YANG in Richtung realer Gesellschaft
Einmal das YIN und YANG zu unserem unpassenden Körper (2. Gesellschaft)

In beiden Fällen spielt die Eigenwahrnehmung und die Fremdwahrnehmung eine bedeutende Rolle, da der Körper, die Disharmonizone (DZ), auch durch Fremdwahrnehmung bestätigt werden muss, da die Disharmonizone aus Eigenwahrnehmungsdisharmoniezone und Fremdwahrnehmungsdisharmoniezone besteht.

 

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