Feb 282014
 

 

Dieser Artikel ist auch auf www.freeyourgender. de erschienen:

http://www.freeyourgender.de/forum/viewtopic.php?f=341&t=286
Wenn eine Gruppe eine andere Gruppe akzeptiert, aber diese Gruppe die Gruppe die die andere akzeptiert,
nicht akzeptiert, wer ist dann Auslöser das Ungesehen machen, das Unverstanden fühlen,
für aktive Diskriminierung und seelisches und damit körperliches Leid ?

Denn wenn es um eine innere körperliche Identität geht, bedingt durch ein weibliches oder männliches Gehirngeschlecht,
muss es um die Seele gehen – wenn ich eine weibliche Seele habe, ein weibliches Empfinden, nur äußerlich nicht
entstpreche, schmerzt, es mich, wenn man mich nach dem Äußeren beurteilt, verurteilt und zuweist, ja einweist in eine Welt, in der ich nicht dazugehöre, in eine Welt, in der meine Identität völlig unsichtbar ist.

Von welcher Gruppe geht der Schmerz aus ? Welche Gruppe ist hier Täter ? Welche Opfer ? Die Gruppe, die die andere akzeptiert ? Oder die Gruppe die die andere nicht akzeptiert ?

Ist es nicht geradezu abzusehen, das der Frust, der Schmerz der nichtakzeptierten Gruppe sich zeigt, indem diese dann die andere Gruppe auch nicht akzeptiert ?

Nur logisch – und verständlich. Aggression erzeugt eine Gegenaggression,
sofern der Nichtakzeptierte nicht in Depression, Lethargie und Selbstaufgabe versinken will,
sich noch wehren will gegen dieses Wegwischen seiner Identität.

Pure Aggression ist es – wenn ich etwas wissentlich mache, obwohl ich genau weiß und mir bewusst ist,
dass der andere Schmerzen empfinden muß.

Aggression ist es auc,h wenn ich etwas wissentlich unterlasse, und diese Unterlassung keine andere Intention hat,
als meine eigene Identität sicherzustellen, als einen Nutzen dafür zu haben,
und dafür etwas in Kauf zu nehmen, was anderen schadet.
Das ich diesen nicht akzeptiere, indem ich schweige.

Oder schmerzt es diese Gruppe, wenn sie akzeptieren muss ?

Verlieren sie dann ihre Identität ?

Ja.

Diese Frage kann nur mit Ja beantwortet werden.

Wenn es sie nicht schmerzen würde, und wenn diese Akzeptanz die sie schenken,
sie nicht ihrer Identität berauben würde, könnten sie Akzeptanz schenken,
aber sie müssten zuviel dafür bezahlen, der Preis ist ihnen zu hoch.

Deshalb fügen sie lieber Schmerz zu, als selbst Schmerzen zu haben.

Mobbing ist psychische Gewalt – Inakzeptanz einer Geschlechtsidentität ist Mobbing,
und damit psychische Gewalt.

Sie ist körperlich spürbar – Worte können töten.

Es bleibt nur die Erkenntnis: die Gruppe die nicht akzeptiert,
braucht die Feststellung und Gewissheit, dass ihre (Neo)Vagina ihre Identität bildet – der Sockel – die Defintion
- die Frauen-Definition, “ihre” Frauendefinition, die nichts anderes ist, als ihre eigene Bewältigungsstrategie,
aber keine Geschlechtsdefinition darstellen kann, wie sie vorgeben.

Diese ihre, ureigene Geschlechtsdefintione, die zu ihrer Entstressung führt,
können sie nicht aufgeben, da sie sonst ihre eigene Frauendefinition in sich zusammenbrechen würde.
Dann würden sie leiden.

Sie mussten sich ja von ihrem Penis trennen, um sich selbst endlich als Frau zu sehen.

Vorher konnten sie das nicht.

Daher können Sie jetzt nicht eine falsch zugewiesene Frau mit Penis als Frau akzeptieren,
auch wenn diese sagt, dass sie ihren Penis als Kitzler empfindet, womit sie einen Weg gefunden hat,
sich mit ihrem Körper zu harmonisieren, die Neovagina ist nur ein anderer legitimer Weg.
Jeder Weg ist legitim, der zur Entstressung führt, der einen Menschen mit einer Diskrepanz zwischen
Gehirngeschlecht und Körper in Harmonie bringt. Die Wege gehen nur über das mentale.
Auch eine Neovagina muss mental harmonisiert werden, das sie real keine Vagina darstellt.
Diese Harmonisierungsarbeit muß auch von den Frauen(IF) bewältigt werden,
die das Skalpell benötigen, und das sie hier an sich arbeiten sieht man immer sofort daran,
wenn man nur das Wort Neovagina anstatt Vagina verwendet,
dann folgt die Rückkopplung in die Realität – und es entsteht sofort ein Schmerzgefühl.

Die falsch zugewiesene Frau, die sich eine Vulva operieren lässt,
braucht die genitalistische Definitions-Verbindung – die Verknüpfung: Genital = Frau.
Das ist ihr persönliche Rettungsanker.
Die nicht operierte Frau(IF) läßt sie neben sich im Meer der Nichtakzeptanz versinken,
klammet sich dabei an ihr Neovagina-Treibholz fest.

Sie macht sich damit selbst abhängig von Betrachtern, die nur ihr Äußeres bewerten.

Sie schaffte es nicht – ihre Geschlechtsidentität unabhängig von ihren morphologischen Ausprägugen zu sehen,
ihren Körper so wie er ist zu harmonisieren.
Dies ist kein Vorwurf, wenn sie einen anderen Weg beschreiten muß,
darf dies aber nciht automatisch includieren,
das dieser Weg ein alleingültiger sein soll,
und den anderen falsch zugewiesenen Frauen, den nongaOP-IF, ihre eigenen Wege verstellen.
Das ist Verrat.

Die falsch zugewiesene Frau, die ihren Penis akzeptieren kann, ist einen Schritt weiter.

Sie hat sich schon weiter vom Äußeren gelöst und ist schneller mit ihrer Harmonisierung.
Sie ist unabhängig von Operationsergebnisse und Betrachtern.
Sie appelliert beim Betrachter direkt an seine Akzeptanz für Dinge,
über die er gezwungen wird nachzudenken.
Körperliches Passing hat als Bewältigungsstrategie die Verschleierung, das Anpassen an Erwartungen,
sich aus dem Diskurs zurückzuziehen, den Betrachtern gerecht werden.

Die NongaOP-IF bekommt einfacher die Balance zwischen ihrer weiblichen Seele und ihrem Äußeren.
Sie fühlt sich meist auch gesund – die falsch zugewiesene Frau, die eine gaOP für ihre Harmonisierungsarbeit benötigt,
fühlt sich meist krank, besonders in der Zeit, in der sie ihren Penis noch hat.

Im Prinzip setzt ein Großteil der Gesellschaft den Gedanken dieser genital-denkenden falsch zugewiesenen Frauen fort, wenn sie Menschen nach äußeren Dingen bewertet. Wenn sie Geschlechter nach der Duden-Definition bewertetn, nach Genitalien, nach Fortpflanzungsmöglichkeiten.

Denn es ist nicht mit der Spalte getan – es geht ja mit anderen Dingen weiter:
Statur, Gesicht, Hände, Kehlkopf, Bartschatten, Stimme, usw – immer wieder wird das Äußere wichtig für die Akzeptanz.

Die Problematik der genital denkenden falsch zugewiesenen Frau ist nicht erfüllt mit der gaOP.’
Gerade deshalb geht es in den SHG´s vorwiegend um Passing-Probleme, nachdem die gaOP-Hürde genommen wurde.

Sie muss weiter gehen in ihrer Unauffälligkeit, weiter “entsprechen”,
sich weiter angleichen, oder sie würde in den Bereich kommen,
in der sie selbst die falsch zugewiesene Frau mit Penis stellt.

Denn für einen Großteil der Gesellschaft wird sie, anhand ihrer eigenen Defintion sonst als Mann gesehen.

Erstmal aufgrund ihres Penis – der Rest, das andere ist dann gar nicht mehr relevant.
Sie könnte alle Attribute einer Frau haben, weibliche Stimmung, perfektes, Passing,
der Penis würde sie zu einem Mann machen.
Wenn der Penis “weg” ist, aber das Äußere nicht “passt”, wird sie trotzdem immer dann nicht akzeptiert werden können,
wenn der Betrachter keine Chance hat, seine Assoziationen, die nur auf seine bisherigen Erfahrungen beruhen,
durch Dinge auszustauschen und zu ersetzen, die diese vorhandenen Assoziationen ergänzen.
Dies können nur Dinge sein, die er erst lernen muß, z.B. das er versucht, einen Hermaphrodit als Mann oder Frau zu assozieren, und somit lernt, dass Äußere Gegebenheiten keine Rückschlüsse auf das Geschlecht bieten können.
Oft, aber eben nicht immer.

Nach der gaOP geht das Spiel mit dem Äußeren für diejenigen also weiter, die Akzeptanz mit Unauffälligkeit verwechseln.
Das “passende” Genital alleine wird nicht die Erlösung gegenüber einer unaufgeklärten Gesellschaft bringen,
wenn auch der Rest nicht stimmt.

Denn wenn der Rest nicht wichtig wäre, könnte auch der Penis nicht so einen hohen Stellenwert haben,
wie er für den Betrachter, der sich nie mit Gehirngeschlechtern beschäftigt hat, darstellt.

Es ist nur noch ein weiterer Sprung, das Äußere zu verlassen und sich auf das Innere zu besinnen.

Eine nackte nongaOP-IF zwingt hier den Betrachter zu der Akzeptanz,
die er auch einer gaop-IF in Kleid, aber ohne Passing schenken muß.

Der Großteil der Gesellschaft kann diesen Sprung nicht lernen – wie auch, wenn es nur darum gehen soll,
wer sich am besten hinter einem “angeglichenen ” Passing verstecken kann.

Und ja – dieser Artikel behandelt die Schnittstelle der Fremdwahrnehmung, nicht der Eigenwahrnehmung,
und den Dingen, die ich tue, oder tun muß, damit ich mit mir selbst in Harmonie komme.
Die OP für mich selbst ist nicht diskutierbar, wenn ich diese benötige.
Die OP nur für den Betrachter schon.

Es gibt eine Lösung:
Z.B. indem die falsch zugewiesenen Frauen mit Penis,
die ihren Penis als Kitzler empfinden und nicht als Männlichkeitssymbol,
aufhören,
sich als TV(SIC!), Fetischmann(SIC!), bunter Mann(SIC!), Transgender(SIC!), DragQueen(SIC!),
oder wie auch immer bezeichnen zu lassen.

Dann wären einige zum Umdenken gezwungen.

Nur verlieren dann die genital denkenden falsch zugewiesenen Frauen ihre Identität.

Die nichtoperierten Frauen, werden also durch die genitale Definition zum Mann.

Die operierten gaOP-IF auch, denn die meisten Betrachter, sehen sie als Mann, wenn sie erfahren,
dass sie eine OP hatten.

Ups.

 

 

 

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