Aug 282014
 

 

Die Sackgasse der pragmatischen und opportunen Haltung einer identitätsverleugnenden gaOP-IF endet in dem Versuch einer Erklärung,
durch ihre Opportunismus-Strategie bisher ungeoutet, sich jemanden als:

“Frau mit TS-Vergangenheit”(SIC!) erklären zu müssen.

Dieser Zuhörer wird nichts verstehen können, woher auch.

Der Pragmatismus wird zur Erklärungsfalle – das Genital, was durch eine OP erschaffen wurde,  wird dem Zuhörer nicht mehr für seine Erklärung dienlich sein können, ab dem Moment, wenn sie geoutet wird.

Sie wird dahstehen vor ihm, dem geneigten Zuhörere, als umoperierter Mann.

Fern jeder Identität – fern jeder weiblichen Identität.

Diese Genitalismus-Strategie, wird wohlwollend verstärkt, sobald von gaOP-IF in den Medien geschrieben wird, sie benutzen fleißig Wörter wie “Geschlechtsumwandlung”, und man darf ihnen nicht mal einen Vorwurf machen: sie sind hier ganz pragmatisch, nicht weniger wie die gaOP-IF selbst, die sich über ihr Genital erklärt, die meint in einer Damensauna, sich als CIS-Frauenfake produzieren zu können, um möglichst den Diskurs mit dem Betrachter, den die Wahrheit aus dem Konzept bringen könnte, zu vermeiden.

So bilden diejenigen gaOP-IF, die sich über ihr Genital erklären, mit den Medien, den Patriarchen, den politisch konservativen, den fundamental religiösen, den Homophoben und Transphoben, eine gefährlich Symbiose.

Der eine hat den Nutzen, sich nicht erklären zu müssen, der andere hat den Nutzen, Identitäten verleugnen zu können, und sogar die erste falsche Zuweisung, das Hebammengeschlecht weiter durch gesellschafts-soziale Aspekte zu legitimieren, den Eltern wird gesagt, das Kind hat sonst Probleme, oder es wird heimlich gemacht, und wenn ich an dieser Stelle den Bereich von TS(SIC!) Problematiken verlasse,und auf IS einschwenke, dann nur um die Verlogenheit deutlich zu machen, die im Bereich IS markant ist, und im Bereich TS(SIC!)  in Heuchelei mündet, denn die Genitalismus- Täter schrecken nicht mal davor zurück, das Skalpell an den Körper des Babys anzusetzen. Die Körperverletzung, der Schmerz über Jahre, bis zur Traumatisierung des Individuums wird in Kauf genommen, damit es in der Gesellschaft nicht “auffällt.”

Opportun, oder: den Weg des geringsten Widerstandes. Und immer um den eigenen Vorteil bedacht. Das Kind wäre ja immer Hohn und Spott ausgesetzt, schon im Kindergarten und dann in der Schule. Der Arzt ist also der verlängerte Arm der Gesellschaft, die dafür sorgt, was geht und was nicht geht, was sein darf und was nicht. Was ist der eigene Vorteil ? Ausradierung und Verleugnung von natürlichen Normavarianten, die so gar nicht in so manche konservativ geprägte, oder noch schlimmer religiös geprägte Einstellung passen wollen, die sagt dieses ist “gesund” und jenes ist “krank”. Das diese “Meinung”, die zu handhaften Handlungen führt, aber erst krank macht, wird ignoriert. Eine kafkaeske Richterstunde,  die da auf dem gut beleuchteten Operationstisch abgehalten wird. Eine Beleuchtung mit Kerzen und sakraler Musik würde der Intention des Täters evt. besser gerecht. Dann wäre die Handlung authentisch untermalt.

Die TS(SIC!) erfährt diesen verlängerten Arm der Gesellschaft erst später,  und um mich nicht in Details des amtlichen Prozederes zu verlieren, verkürze ich auf den Spott und auf die Nichtakzeptanz, die ein Mensch erfährt, der aussieht wie ein Mann, der kein Passing hat,  und weiterhin den Hohn und den Spott den ein Mensch erfährt, der sein Genital nicht so angleichen lässt, wie es erwartet wird, das soll an dieser Stelle genügen.

Genitalismus – nein   – er wurde nicht mit den Paragraphen der TSG-Novelle im Jahr 2011 eliminiert, die es erlaubt eine PÄ ohne Operation zu bekommen. Der Genitalismus ist weiterhin die Konkubine der pragmatischen und opportunen gaOP-IF, und die Medien, die von Geschlechstumwandlung schreiben, reiben sich die Hände.

Die Sackgasse dieser Strategie, die keine Identitäten zu kennen scheint, sondern nur Genitalien, die das Gehirngeschlecht aus der Debatte herauszieht, da sonst ein Mensch mit einem Penis ja eine Frau sein könnte, diese Sackgasse wird dann sichtbar, wenn ein Individuum über sein Aussehen wieder einmal an der Gesellschaft zerbrochen ist.

Auf der Beerdigung heisst es dann hinter vorgehaltener Hand:

Der Peter, der war schon früher immer so komisch.
Er hatte ja auch nie eine Freundin – denke er war schwul.
Bestimmt Depressionen.
Er hatte so viel Stress im Beruf.
Hat er sich schon bei seinen Eltern Frauenkleidung angezogen und sich verkleidet ?

Todesursache: Depression, psychische Belastung, Suizid.

Die Zeitung schreibt:
Peter wurde morgens tot aufgefunden. Schlaftabletten.

Die Wahrheit: Gisela wurde von der Gesellschaft bereits getötet, bevor ihr Körper tot war. Durch Worte. Durch Ignoranz. Durch Fremdbestimmung. Durch Diskriminierung. Durch Homophobie, durch Transphobie. Durch Unverständnis und durch Ablehnung. Wissende Ablehnung bestimmter Sachverhalte. Das eine Frau nicht aus einer Vagina besteht. Sondern das eine Frau ein Mensch mit dem Attribut Frau  schon dann ist, wenn diese Frau ihr gesellschaftliches Weltverständnis zwischen ihrem Identitäts-Körper, das durch ihr Gehirn festgelegt ist, und ihrer Umwelt versteht.

Die Hülle Peter war das, was die Gesellschaft immer und immer wieder in Gisela hineindrücken wollte: Ein Mann, den es gar nicht gab, sondern es gab nur ein Genital. Einen Penis.

Die Gesellschaft ist so intelligent wie ein Penis und eine Vagina.

Wie weit diese Intelligenz reicht, sehen wir jeden Tag.

Und die pragmatischen und opportunen gaOP-IF legitimieren ihren Tarnkappen-Bomberflug über der identitätsblinden Stadt mit der Tatsache, das sie diesen Idioten? nicht erklären könnten, was wirklich ist.

Im erklären, warum Peter nicht mehr lebt, scheinen sie aber keine Probleme zu haben.

Perfide.

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Nachtrag:

Das TS(SIC!) Phänomen, genauer, die Ignoranz desselben, wie auch die Ignoranz des IS-Phänomens, wird gesteuert.
Es ist kein Zufallsprodukt. Beweise sind Ideologien, die alles Ablehnen, was nicht der Norm entspricht.
Für eine TS(SIC!) oder IS(SIC!) ohne Passing ist es gleich ob sie gerade in Gedanken der Zetrümmerung des Institutes von Magnus Hirschfeld 1933 zusehen muß, oder ob sie morgen einer Brandmarkung eines Homosexuellen in einem islamischen Staat beiwohnt – jetzt in diesem Moment, in dem sie über die Straße geht, fühlt sie diese Abneigung bereits – die gleiche, die in der Geschichte sichtbar wurden und noch werden.
Wir haben es bei der Ignoranz des TS(SIC!) und IS(SIC!) Phänomens mit Unterdrückungsmechanismen von verschiedensten Ideologien zu tun, die, die gleiche Intentionen haben, und sich daher auf der gleichen Wirkungsbandbreite treffen, zu Verbündeten werden.
Die Gesellschaft selbst, unterstellt frei von übergeordneter gedanklicher Ideologie, will dies nicht, will frei sein, eine opportune Haltung gegenüber einem vermeintlich unabänderlichen Status-Quo ist daher kontraproduktiv. Die Aussage, die Gesellschaft wolle und könne nicht lernen ist ein Alibi-Argument.
Wie die Gesellschaft denkt und lernt, konnten wir am 10. Mai 2014 sehen.  Beim Eurovision Song Contest in Kopenhagen.
Wir sind Identitätsfrauen – unabhängig von Genitalien – Identitäten kennen keine morphologischen Ausprägungen, Identitäten sind unabhängig davon. Und jede individuelle Bewältigungsstrategie, wie gegebene, angeborene Körper mit dem Gehirngeschlecht harmonisiert werden, ist zu akzeptieren. Dadurch ergeben sich automatisch Tatsachen, z.B. das Menschen Frauen sind, aber keine Vagina haben: Identitätsfrauen.

 

 

 

 

 

 

 

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